Chronik 1950-1960
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Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 ruhte bis 1945 die aktive Tätigkeit der Wehr.
Jugendliche wurden nach der Schulentlassung zur Sicherung des Brandschutzes herangezogen und erhielten in der H. J. Feuerwehr die wichtigsten Handgriffe zur Feuerbekämpfung.
Nach Kriegsende wurde Theodor Schönig mit der Führung der Wehr betraut. Da aber in jener Zeit – nach den Wirren des Krieges – eine große Uniformmüdigkeit herrschte; Gerätschaften zum Teil abhanden oder defekt waren und an Neuanschaffungen nicht zu denken war, fanden nur selten Übungen statt.
Man beließ es dabei, in gewissen Zeitabständen die Motorspritze laufen zu lassen, um bei eventuellen Brandfällen die wichtigsten Handgriffe zu beherrschen und eine einsatzfähige Spritze zur Hand zu haben.
1950
Am 17.05. übernahm Franz Schäfer die Führung der Wehr, und von diesem Zeitpunkt ab fanden alle 14 Tage Übungen statt. Durch den Besuch der Lehrgänge an der Landesfeuerwehr Schule Kassel wurde der Ausbildungsstand verbessert.
1951
Der erste Feuerwehrwettkampf nach dem Kriege in Hadamar wird besucht und die Wehr erringt den zweiten Preis.
1952
30.03. Brand in Niederweyer, Scheune Schuy. Die Wehr ist als erste an der Brandstelle und erhält eine Prämie der Nassauischen Brandversicherungsanstalt.
1953
26.07. Der erste Kommandant legt aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. Nach Auffassung der Versammlung wurde die Wehr zu diesem Zeitpunkt von der Gemeinde fast nicht unterstützt, und eine geordnete Brandbekämpfung war wegen fehlender Ausrüstungsgegenstände nicht möglich.
Aus diesen Gründen wurde der Gemeinde und dem Kreisbrandinspektor mitgeteilt, dass die Tätigkeit der Wehr vorerst eingestellt und jede Verantwortung im Brandfalle abgelehnt wird.
1954
Die Gemeinde beschließt den Bau einer Wasserleitung. Oberweyer wird an die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Steinbach angeschlossen. Der Bau der Wasserleitung war ein bedeutender Schritt zur Verbesserung des Brandschutzes.
Am 05.03. fand auf Einladung von Kreisbrandinspektor Hepp und Bürgermeister Brötz eine außerordentliche Versammlung statt, in welcher beschlossen wurde, die aktive Tätigkeit wieder aufzunehmen.
Der Bürgermeister teilte mit, dass im Haushaltsjahr bereits Mittel für den Bau eines neuen Gerätehauses vorgesehen wurden und sobald als möglich mit dem Bau begonnen würde.
In dieser Versammlung wurde Hubert Martin zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertreter wurde Gerhard Schmitt, Kassierer G. Bausch und Schriftführer E. Schönig.
1956
02.02. Kaminbrand im Wohnhaus Wilhelm Schmitt, Oberdorfstr.
14.05. Gerätehauseinweihung. Ein lang gehegter Wunsch der Wehr geht in Erfüllung. 300 Kameraden der Nachbarwehren kamen zur Einweihung.
25.12. Theateraufführung “Das Ehrenwort”.
1957
31.03. Bei einer Einsatzübung stellen wir fest, dass die alte Motorspritze defekt ist. Ein Fachmann der Brandversicherung stellte fest, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Die Gemeindevertretung beschließt den Kauf einer neuen Spritze.
27.10. Übergabe der Motorspritze “Bachert” 8/8 durch KBI Hepp, danach Umzug durch Oberweyer, begleitet vom Spielmannszug Diez.
1959
Die Wehr wird zu drei Bränden gerufen,
Strohschober hinter der Scheune Ibel, Niederweyer,
Flächenbrand auf den erntereifen Feldern hinter dem Dorf nach der Steinkaut zu,
Brand in der Futterküche Leonhard Schmitt, Niederweyer.
1960
In der Generalversammlung wird der Kamerad Stefan Schäfer zum zweiten Kommandant gewählt. Ebenfalls in den Vorstand werden Meinhard Jung, Schriftführer, Klemens Voll, Kassierer und schon seit 1959 Edgar Höhn als Gerätewart gewählt. Georg Gräf wird zum Ehrenmitglied ernannt.