Chronik 1988-2002

  • 1988

    Erwerb des Grundstückes für den Gerätehausneubau durch die Stadt Hadamar.
    Festjahr zum 60-jährigen Bestehen der Wehr wird in einem 50×20 Meter großem Zelt gefeiert.
    Dem MGV Liederblüte wird aus dem Anlass ihres 80-jährigen Bestehens am 01.07.1988 das Festzelt für ein Jubiläumskonzert überlassen. Kameraden aus Schopfloch, Schöder und Seesenthom werden als Gäste privat untergebracht.
    Unter den Augen der Ehrengäste Minister Weimar, Landrat Würmerling und anderer Würdenträger konnte das Fest mit einem großen Zapfenstreich, Wecken am Festsonntag mit Böllerschießen und Festgottesdienst begangen werden.
    Der große Festumzug unter Beteiligung von 84 Wehren mit ca. 2000 Kameraden und 7 Musikkapellen, sowie der zünftige Ausklang des Festes am Montag dem 04.07. war der krönende Abschluss der Festtage.
    Die alte Motorspritze “Flader” 400 l aus dem Jahr 1936 wurde durch den Kameraden Udo Bätz generalüberholt und beim Festzug mitgeführt.


    Aufgrund seiner Amtszeit über drei Jahrzente wird Hubert Martin zum Ehrenwehrführer mit Sitz und Stimme im Vorstand ernannt.

    1989

    Hubert Martin legt nach 35 Jahren sein Amt als Wehrführer nieder, sein Nachfolger wurde Michael Killian. Zum stellvertretenden Wehrführer wurde Volker Stächer gewählt.
    Übergabe des Banners des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg an die Kameraden der Wehr aus Elz. Das Banner befand sich anlässlich des 60-jährigen Kreisfeuerwehrverbandstages in Oberweyer.
    Fahrt zum 125-jährigen Bestandsfest unserer Partnerwehr Markt Schopfloch. In dem 5000 Personen fassenden Zelt kommt recht schnell die richtige Stimmung auf und die Kameraden feiern ein unvergessliches Fest. Vor allem der Einmarsch der Fahnenabordnungen wird in Erinnerung bleiben.
    Am 22.12. rückt die Wehr zu einem Brand im Dachgeschoss der Familie Kobylinski aus und braucht aber nicht mehr einzugreifen, weil der Hausherr die Flammen bereits allein ablöschen konnte. Bei diesem Einsatz wurde die Notwendigkeit von Atemschutzgeräten klar, da bei diesem Schwelbrand erst eine Nachbarwehr mit dem notwendigen Gerät hätte eingreifen können und dabei wertvolle Zeit verloren gegangen wäre.

    1990

    Aufgrund orkanartiger Windgeschwindigkeiten wurde das Dach der Kirche teilweise abgedeckt. Teile der Dachkonstruktion waren auf einige Gräber gestürzt. Die Kameraden nehmen die erste Sicherung der Pfarrkirche vor. Die neue Orgel wird gegen Feuchtigkeit gesichert und der Friedhof gesperrt.
    Nach nur einem Jahr Amtszeit tritt Michael Killian als Wehrführer zurück. Sein Nachfolger wird Winfried Martin. Da durch diese Wahl der Posten des Jugendfeuerwehrwartes frei wurde, konnte der Kamerad Michael Riber für dieses Amt gewonnen werden.
    Brand aufgrund von Schweißarbeiten an einem PKW bei Wolfgang Bausch in der Obertiefenbacher Straße. Nach Vornahme von drei Feuerlöschern und einem C-Rohr konnte der Brand rasch gelöscht werden.
    Besuch der Kameraden aus Schöder anlässlich ihres 80-jährigen Bestehens. Bei einem zünftigen Abend unter Begleitung der Zillertaler Musikanten wurde die Kameradschaft mit den Freunden aus Österreich enorm vertieft. Der Festsonntag hatte einige Überraschungen zu bieten. Hubert Martin wurde zum Ehrenmitglied der Wehr aus Schöder ernannt und die Partnerschaft offiziell bekundet.
    Das Ehren- und Gründungsmitglied Theodor Schönig wird am 19.07.1990 zu Grabe getragen

    1991

    Empfang von 4 Atemschutzgeräten, einer zweiteiligen Schiebeleiter und einer Kettensäge aus Beständen der Stadtwehr Hadamar.
    Wegen des Golfkrieges wurde eine Fahrt zu den Kameraden aus Bremen sowie die Fastnachtssitzung der Wehr abgesagt.
    Die Wehr beschließt eine neue Satzung, die der geänderten rechtlichen Voraussetzung an eine neue Vereinsführung Rechnung trägt.
    Nach langer Pause nahm die Wehr wieder an Bundesleistungswettkämpfen auf Kreisebene in Niederhadamar teil. Es wurde der 14. Platz belegt. Es zeigte sich, dass außer den praktischen Fähigkeiten besonderer Wert auf die theoretischen Kenntnisse gelegt wird.
    Tragischer Einsatz am 07.07.1991. Nach einem Verkehrsunfall auf der B 54 rückt die Wehr mit 13 Kameraden aus. Tragische Bilanz des Unfalls: 2 Tote und 4 Schwerverletzte.
    Am 18.08.1991 wird die neue Tragkraftspritze Ziegler TS 8/8 Ultraleicht von Pfarrer Flos eingeweiht.

    1992

    Nach nur kurzer Vorbereitungszeit erringt die Wehr bei den Leistungswettkämpfen auf Kreisebene in Villmar einen hervorragenden 4. Platz. Besonders das gute Abschneiden im theoretischen Teil der Übung war für die tolle Platzierung ausschlaggebend.
    Grundsteinlegung des Gerätehauses am 29.05.1992, vorgenommen durch den Bürgermeister Beresko unter Teilnahme zahlreicher Mandatsträger.
    Das von Kamerad Hans-Georg Kilian und Manfred Schlitt im Werk abgeholte neue Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser (TSF-W) trifft in Oberweyer ein. Bis zur Fertigstellung des Gerätehauses wird es in der Halle der Familie Maria Schmitt untergestellt.

    1993

    Bei den Leistungsübungen auf Kreisebene wird ein 8. Platz erreicht. Sieben Kameraden erhalten das eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen.
    Anlässlich der Einweihung des neuen Gerätehauses, neuen Fahrzeuges, 65-jährigen Feuerwehr- und silbernen Standartenjubiläums treffen auch Kameraden unserer Partnerwehr Schöder ein (18.-20.06.1993). In einem Festakt segnet Pfarrer Schott das neue Gebäude und das neue Fahrzeug ein. Die bisherigen Standartenträger Edgar Höhn, Karl-Heinz Stahl und Albert Martin übergeben diese Aufgabe nach 25 Jahren an die Kameraden Hans-Georg Killian, Peter Schäfer und Ralph Lehnert. Ein von Edgar Höhn gestifteter Fahnenschrank beherbergt nun die Standarte.
    Am 24.06. rückt die Wehr zu einem Wohnungsbrand nach Niederweyer in die Ortstraße 2 aus. Aus dem neuen TSF-W wird über die eingebaute Schnellangriffseinrichtung die erste Brandbekämpfung vorgenommen. Unter Mitwirkung der Kameraden aus Hadamar stellen wir zwei Trupps unter schwerem Atemschutz zum Innenangriff bereit. Das nachrückende TSF übernimmt die weiterführende Wasserversorgung.
    26./27.06. Die Jugendfeuerwehr feiert in den neuen Räumen des Gerätehauses ihr 20-jähriges Jubiläum. Nach unwetterartigen Regenfällen rückt die Wehr dreimal aus um Keller auszupumpen.
    13.-15.08. Die Kameradenaus Bremen, die bei der Einweihung nicht anwesend sein konnten, erleben in Oberweyer drei unvergessliche Tage mit Wanderungen, Grillabend und Frühschoppen, bevor sie die Heimreise antreten.

    1994

    Die Jahreshauptversammlung beschließt die Satzung der Wehr dahingehend zu ändern, dass der Verein in das Vereinsregister eingetragen wird. Der Name wird wie folgt festgelegt: “Freiwillige Feuerwehr Oberweyer e.V.”

    1995

    Verkehrsunfall auf der Landstraße Richtung Obertiefenbach. Die Kameraden übernehmen die Erstversorgung der verletzten Person, bis die Wehr aus Obertiefenbach und der Notarzt eintreffen.
    Fahrt zu unseren Freunden aus Schöder anlässlich ihres 85-jährigen Bestandsfestes und der Fahrzeugweihe eines neuen Mannschaftsbusses. Bei dieser Fahrt übergab der Wehrführer Winfried Martin den Österreichern einen roten Hahn ähnlich dem, der bereits das Dach unseres Gerätehauses ziert.
    Der bekannte und lange in Oberweyer lebende Maler und Graphiker Alois Koch schenkt der Wehr ein Selbstbildnis, welches einen Ehrenplatz im Gerätehaus einnimmt.

    1996

    Ein Küchenbrand in Niederweyer wird durch besonnenes Handeln der Einsatzkräfte unter Vornahme einer Kübelspritze schonend und schnell gelöscht.
    Bei den Leistungswettkämpfen in Villmar wird ein 8. Platz erreicht. Eine bessere Platzierung wird allerdings durch nicht nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen verhindert.
    Aufgrund einer Nachalarmierung unterstützen wir die Kameraden aus Oberzeuzheim beim Schneunenbrand auf dem Bauernhof Wagenbach. Dort hatte ein Brandstifter die Scheune, in der sich dutzende Strohrollen befanden, in Brand gesteckt. Die Brandbekämpfung erstreckte sich über zwei Tage. Für die eingesetzten Kameraden eine echte Bewährungsprobe unter Atemschutz.

    1997

    Rennspektakel der Wehr auf der Go-Kart-Bahn in Limburg. In spannenden Rennen und packenden Zweikämpfen geht Klaus Schlitt als Sieger hervor.
    Dem letzten Gründungs- und Ehrenmitglied Willi Schmitt geben 21 Kameraden das letzte Geleit.
    Aus Anlass des Schlachtfestes treffen neun Kameraden aus Bremen ein. Die werden mit heimischen Wurstspezialitäten und reichlich Gerstensaft verwöhnt.
    Abschlussübung zusammen mit den Kameraden aus Obertiefenbach. Angenommener Einsatzort ist das Dorfgemeinschaftshaus Oberweyer. Wichtigste Aufgabe ist die Rettung der eingeschlossenen Personen, was sich teilweise als sehr schwierig darstellte.

    1998

    Zum 70-jährigen Bestandsfest und 25 Jahre Jugendfeuerwehr kann die Wehr wieder einmal Kameraden aus Österreich und Bremen begrüßen. Mit einem “Spiel ohne Grenzen”, an dem alle Nachbarwehren teilnahmen, begannen die Festlichkeiten. Der Festkommers fand unter Mitwirkung des MGV “Liederblüte” statt. Am Sonntag wurde nach einem Festgottesdienst die Fahrzeugauststellung “Gestern-Heute” eröffnet. Hier konnte erstmals die renovierte Lafette der Wehr bewundert werden.
    Das Feuerwehrurgestein “Mine Edgar” (Höhn) wird an der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied der Wehr ernannt.

    1999

    Besuch des Tunnelbaus an der ICE-Strecke bei Limburg. Die Kameraden bestaunen die Dimensionen dieses Projektes. Die Wehr unternimmt mit vielen passiven Mitgliedern einen Vereinsausflug nach Fulda. Vor allem der Besuch des Feuerwehrmuseums wird allen in Erinnerung bleiben.
    Bei der JHV wird beschlossen, sich um die Ausrichtung des Kreisverbandstages 2003 zu bewerben.

    2000

    Aufgrund eines weiteren “Blinden Alarmes” wird der Brandmelder an der Sirene abgebaut.
    Besuch der Partnerwehr Schöder aus Österreich anlässlich ihres 90-jährigen Jubiläums. Symbolisch für die gute Freundschaft der Wehren wird eine deutsche Eiche vor dem Gerätehaus gepflanzt.

    2001

    Schrecklicher Beginn des neuen Jahres. Am 12.01 werden die Kameraden zu einem schwerden Verkehrsunfall auf der B 54, Abfahrt Oberweyer, gerufen. Der Wehr bietet sich ein schrecklicher Anblick. Beim Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge sind mehrere Personen in ihrem PKW eingeklemmt und es besteht akute Brandgefahr. Während die Kameraden aus Hadamar die eingeklemmten Personen befreien, sind wir für die Brandsicherung und die großräumige Absperrung der Unfallstelle verantwortlich. Beachtlich an diesem Abend war die große Exaktheit, mit der ein Rettungshubschrauber auf der Bundesstraße landete. Fazit des Verkehrsunfalls: Ein Toter und vier Schwerverletzte.
    Einer der kuriosesten Einsätze hatte die Wehr auf der Toilette der Gastwirtschaft Emmelmann. Dort bedurfte es sieben Kameraden, um eine völlig hilflose Person vom “Örtchen” zu retten.
    Der stellvertretende Wehrführer Volker Stächer legt aufgrund der geänderten rechtlichen Situation im Brandschutzhilfeleistungsgesetz sein Amt nieder.Der Kamerad Heribert Jeck wird in einer außerordentlichen Vorstandssitzung kommissarisch zu seinem Nachfolger ernannt.
    Brandbekämpfung auf dem Georgshof. Dank der Unterstützung der Hadamarer Wehr sind die Flammen schnell unter Kontrolle.

    2002

    Auf der Jahreshauptversammlung werden die Weichen für die Zukunft der Wehr und das Festjahr 2003 gestellt. Als Nachfolger des bereits ausgeschiedenen stellvertretenden Wehrführers Volker Stächer wird Michael Riber gewählt. Für das Amt des Jugendwartes konnte der Kamerad Alexander Schäfer gewonnen werden.

Zur Startseite